Sportverein Rot – Weiß 1927 Odenhausen/Lda. e.V.

 

Der Sportverein Odenhausen/Lda. wurde Ende 1927 von 14 fußballbegeisterten jungen Männern gegründet. Nachdem die frühere Gemeinde Odenhausen/Lda. ein gemeinde-eigenes Gelände auf dem „Melmes“  als Sportplatz zur Verfügung stellte, konnte der Spielbetrieb bald aufgenommen werden, so dass sich Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre die Fußballmannschaft mit sehr viel Erfolg an den Verbandsspielen beteiligte.

 1939 wurden die sporttreibende Vereine zusammen gefasst , bzw. gleichgestellt und der Spielbetrieb durch die Auswirkungen des Krieges mehr und mehr lahmgelegt, bis er schließlich zum Erliegen kam.

 Nach dem Krieg hatte es der Verein schwer, seine Tätigkeit wieder aufzunehmen, da kein geeignetes Sportgelände zur Verfügung stand. Die jungen Sportler betätigten sich daher nach dem Kriegsende in Nachbarvereinen, vornehmlich beim SV Geilshausen.

 1954 gründeten junge Leute eine eigene Tischtennis – und Fußballabteilung. Während die Fußballer auf Grund des fehlenden Sportgeländes nicht sofort eine aktive Mannschaft aufstellen konnten, gelang es aber, zwei Tischtennismannschaften ins Leben zu rufen.

1955 stieg die 1. Tischtennismannschaft sogar in die A - Klasse auf.

Am 07.04.1956 gründete man eine Fußballspielgemeinschaft mit dem VfL Weitershain. Im gleichen Jahr übernahm Heinrich Wissner den Vorsitz des Vereins, dem er heute als Ehrenvorsitzender angehört. Am 9. 05. 1959 wurde nach unzähleigne Verhandlungen der Pachtvertrag zwischen einem Privateigentümer und dem SVO geschlossen, und es konnte mit dem Bau des Sportplatzes „Auf dem Hainberg“ begonnen werden. Die Fußballabteilung machte sich wieder selbstständig, und der SVO wurde in die B - Klassen Gruppe 4 eingereiht.

Mit einem 5 : 3 Heimspielsieg gegen den FC Rüddingshausen wurde am 21.08.2002 der eigenständige Spielbetrieb aufgenommen. Am Ende der Saison 1960/61 belegte der SVO Platz 11.

Nach fünfjähriger Bauzeit, wobei die US- Armee mit ihren Raupenfahrzeugen die Bauarbeiten unterstützte, konnte das schwierige Gelände (Hainberg) als Sportplatzgelände fertig gestellt werden. Die feierliche Übergabe des Sportplatzes erfolgte im Juli 1963. Nach Einführung des neuen Spielsystems der Saison 1962/63 musste der SVO zunächst in der C – Klasse spielen. 1963 wurde auch eine Jugendabteilung gegründet.

Im Spieljahr 1973 / 74 ging man mit dem SV Geilshausen eine Spielgemeinschaft ein und spielte für ein Jahr in der Gießner A – Klasse. Die Spielgemeinschaft wurde 1974 im gegenseitigen Einvernehmen wieder aufgelöst.

Die in diesem A – Klassejahr gesammelten Erfahrungen zahlten sich schon im folgenden Spieljahr aus. Der SVO erzielte mit dem 4. Tabellenplatz sein bisher bestes Ergebnis bei 33 : 19 Punkten und 66 : 42 Toren in der B - Klassen – Gruppe. Im Spieljahr 1975/76 wurde die C – Jugend Gruppensieger und belegte in den Kreismeisterschaftsspielen den 2. Platz.

Im Seniorenbereich wurde Heinz Stephan als Spielertrainer verpflichtet, und damit gelang dem SVO der große Wurf in seiner bisherigen Vereinsgeschichte. Mit 47 : 5 Punkten und 101 : 19 Toren wurde man Sieger der B – Klassen – Gruppe 1 und schaffte

Damit den Aufstieg in die A – Klasse des Kreisfeldes Alsfeld.

Am 11.09.1976 wurde der Grundstein für das Sportheim gelegt, und unter Federführung von Heinrich Wissner und einem sechsköpfigen Bauausschuss konnte das Sportheim mit Umkleide- und Duschräumen gebaut werden.

Dieses wurde rechtzeitig zu 50 – jährigen Bestehen fertig gestellt. Und im Rahmen eine Festwoche am Samstag, den 11.06.1977 eingeweiht. Vereinsvorsitzender Heinrich Wissner hob in seiner Festrede die rege sportliche Tätigkeit hervor, die auch durch Erfolge gekrönt sei.

Im gleichen Jahr rief Ludwig Schwalm die Wanderabteilung ins Leben. Am 16.08.1978
Wurde die Wandergruppe in die europäische Volkssportgemeinschaft aufgenommen.
Jedes Jahr veranstaltet der SVO seinen zweitägigen Wandertag mit ca. 1000 Teilnehmern.

Im weiteren Verlauf des SVO konnte die erste Mannschaft die A – Klasse bis zum Spieljahr 1979/80 halten. Danach musste man den Abstieg in die Kreisklasse B hinnehmen, in der man mit wechselndem Erfolg spielte.

1984 übernahm Norbert Raupach von Hans Werner Haupt den Vereinsvorsitz. Im gleichen Jahr ging man mit dem TV 1912 Kesselbach eine Fußballspielgemeinschaft ein.

Das Problemkind hingegen bleibt der Jugendbereich, der mangels aktiver Spieler nur durch eine Spielgemeinschaft einiger Nachbarvereine besteht.

Siehe Link zur „JSG-Rabenau“

1986 konnte ein eigener Versammlungsraum (VIP – Raum) neben dem Sportheim in Eigenregie fertiggestellt werden. 1987 wurde das 60 jährige Jubiläum des Vereins mit Kommersabend und in Form einer Sportwoche würdig gefeiert.

Einen weitern großen Erfolg innerhalb des Vereins hatte 1991 die Tischtennisabteilung. Die 2. und 3. Mannschaft errangen in ihren Gruppen die Meisterschaft. Der 1. Mannschaft gelang dies bereits 1990 und als Aufsteiger in der Kreisliga A spielt sie eine

Beachtliche Rolle. Ferner besteht noch eine Tischtennis- Jugendmannschaft.

Recht erfolgreich wird auch in der Damen-, Jazz– und Kindergymnastik Sport getrieben.

1992 betrug die Mitgliederzahl des SVO 220 Personen, so dass der Sportverein  durchaus positiv in die Zukunft sehen kann. Bleibt zu hoffen, dass sich der gewünschte sportliche Erfolg einstellt und die wirtschaftlichen Stabilität erhalten werden kann.

Unser Besteben wird es sein, auch in Zukunft das Erbe unserer Väter zu erhalten und weiter auszubauen zum Wohle aller, die sich unserem geliebten Sport verschrieben haben.